Die Ausbildungsversicherung als alternative Lebensversicherung
Erich Aiwanger
Kleine Kinder kleine Sorgen, große Kinder große
Sorgen. Dieser alte Spruch trifft in finanzieller Hinsicht meist dann zu, wenn
die bereits erwachsenen Kinder als Abschluss ihrer Ausbildung ein Studium
beginnen. Besonders hart in finanzieller Hinsicht wird es oft, wenn das Studium
auch noch im Ausland stattfinden soll. Eine solide Ausbildung oder ein
langjähriges Studium kosten viel Geld. Nach Schätzungen von
Verbraucherzentralen müssen Eltern für jedes Kind bis zum Abschluss der
Ausbildung Kosten aufbringen, die in der Größenordnung des Baus eines
Eigenheims liegen.
Gut, wer rechtzeitig Vorsorge getroffen hat. Eine Ausbildungsversicherung kann für diesen Fall eine gute Entscheidung sein. Eltern können so für ihren Nachwuchs finanzielle Mittel ansparen und diese bis zum Auszahlungstermin „arbeiten lassen“. Grundsätzlich ist die Ausbildungsversicherung auch eine Art Lebensversicherung. Denn wie bei einer Lebensversicherung werden die Beiträge angelegt und mit einer Verzinsung und gegebenenfalls erwirtschafteten Überschüssen am Auszahlungstermin ausgezahlt. Der Vorteil einer solchen Ausbildungsversicherung besteht vor allem darin, dass die vereinbarten Leistungen auch dann bezahlt werden, wenn ein Elternteil bereits vorher verstirbt. Es müssen dann keine weiteren Beiträge eingezahlt werden. Allerdings aufgepasst: Je höher das Sterberisiko des Versicherungsnehmers ist, desto höher sind die zu zahlenden Versicherungsbeiträge. Es lohnt sich also nicht, als Großeltern eine solche Ausbildungsversicherung für die Enkel abzuschließen. Von Vorteil ist es auch, wenn die Eltern nicht durch einen zu großen Altersunterschied getrennt sind. Generell sollte jeder vor dem Abschluss des Vertrages genau das „Kleingedruckte“ lesen, damit am Ende wirklich eine vernünftige Rendite entsteht.